Zum ersten Mal seit der ÖEL-Gründung duellierten sich die KSV Kängurus mit dem EHC Lustenau und mussten sich im ersten ÖEL-Finalspiel nach hartem Kampf knapp mit 2:4 geschlagen geben.
Finalwürdig mit der österreichischen Bundeshymne startete die erste Begegnung in der „Best of Three“-Serie vor einer genauso würdigen Kulisse von über 1.800 Fans. Und diese sahen einen von Beginn an offenen Schlagabtausch und auch gleich Überzahlmöglichkeiten für beide Mannschaften innerhalb der ersten zehn Minuten, kurioserweise auf beiden Seiten wegen zu vieler Spieler am Eis. Beide Unterzahlformationen erledigten aber ihren Job und es blieb bis zum Drittelende torlos.
Die Partie wurde mit Fortdauer immer intensiver und die Chancen auf beiden Seiten hochkarätiger, doch beide Schlussmänner zeigten ihre Klasse und hielten ihren Kasten weiterhin sauber. Mit den besten Gelegenheiten scheiterten Chris D’Alvise, dessen Schuss Felix Nussbacher sehenswert parierte und Daniel Oberkofler, der an Felix Beck scheiterte. Kurz vor der zweiten Drittelpause war es dann aber soweit und die Gastgeber legten vor, als Riku Tiainen Sekunden vor der Sirene zum 1:0 einnetzte.
Im Schlussabschnitt folgte schnell die kalte Dusche, denn die Hausherren erhöhten nach 92 Sekunden auf 2:0, als Martin Grabher-Meier einen Rebound in die Maschen legte. Doch die Kängurus kamen nochmal zurück und Pierre Graf war es, der erstmals für die Kängurus in der Finalserie anschrieb. Anstatt einer Initialzündung kam schnell wieder die Ernüchterung, denn die Vorarlberger hatten eine passende Antwort, erzielten nur eineinhalb Minuten später erneut durch Tiainen das 3:1. Eine Überzahlsituation brachte dann in Minute 54 die Vorentscheidung, als Jonas Kutzer die Scheibe zum 4:1 ins Tor schlenzte. Die Kängurus versuchten nochmal alles, kamen zwar durch eine Draschkowitz Brüder-Kombination zum 2:4, die Schlussoffensive verpuffte jedoch und die Lustenauer legten in der Finalserie vor.
Die KSV-Cracks traten erhobenen Hauptes aber ohne Sieg die Heimreise an, dennoch nimmt Daniel Oberkofler positives mit: „Es war ein würdiges Finalspiel würde ich sagen. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und haben wirklich ein super Spiel gemacht. Am Ende haben wir zwei Fehler mehr gemacht als Lustenau und deswegen haben sie das Spiel gewonnen. Aber es war definitiv gute Werbung für die ÖEL. Ich glaube, wenn wir so auftreten wie heute, die Torchancen nutzen, vielleicht in Führung gehen, dann haben wir sicher gute Chancen, dass wir den Heimsieg einfahren und dass die Serie nachher final nach Lustenau geht.“
„Man kann auch gut spielen und Spiele verlieren. Natürlich ist das im Finale bitter, aber wir müssen jetzt schauen, dass wir unsere Wunden lecken und dann zuhause wieder angreifen“, so Coach Kris Reinthaler im Hinblick auf Spiel 2 der Serie in Kapfenberg. Dieses findet am kommenden Samstag mit Spielbeginn um 18:30 Uhr statt und die Kängurus hoffen eine tolle Kulisse, die sie zum Sieg treiben wird: „Bitte kommt alle zahlreich in die Halle, wir brauchen euch“, so der unmissverständliche Aufruf von Daniel Oberkofler.
ÖEL – Finale (Best of Three)
Spiel 1:
EHC Lustenau – KSV Kängurus 4:2 (0:0|1:0|3:2)
1.871 Zuseher
Tore: 1:0 Tiainen (40.), 2:0 Grabher-Meier (42.), 2:1 Graf (46.), 3:1 Tiainen (48.), 4:1 Kutzer (54.), 4:2 C.Draschkowitz (55.)
Spiel 2:
KSV Kängurus – EHC Lustenau
Samstag, 14.März, 18:30 Uhr Eishalle Kapfenberg
Spiel 3 (falls nötig):
EHC Lustenau – KSV Kängurus
Samstag, 21.März, 17:30 Uhr Rheinhalle Lustenau