Durch den souveränen Auswärtssieg in Hohenems buchten die Kängurus das Finalticket und treffen nun im Kampf um den Titel auf den EHC Lustenau. Am Samstag folgt in Vorarlberg der Auftakt in der „Best of Three“-Serie.
Was war das für ein Auftritt der Kängurus in Hohenems! Der 7:3 Sieg war nicht nur eine immens starke Performance, sondern sicherte nach dem 5:4 Shootout-Sieg im ersten Halbfinalspiel auch das Finalticket.
Nun geht es um den Titel und der Gegner ist niemand geringerer als der EHC Lustenau. Die „Sticker“ sind ein traditionsreicher Verein, der jahrelang in den beiden höchsten Spielklassen aktiv war und viele Titel feierte. Acht Mal stemmte man den Nationalliga-Pokal, die INL-Meisterschaft 2015 war der letzte Titelgewinn. 2024 zog man sich aus der Alps Hockey League, in der man dreimal im Halbfinale und zweimal im Viertelfinale stand zurück, und schloss sich der ÖEL an.
In der letztjährigen Debütsaison holten die Vorarlberger souverän den Sieg in der Gruppe West, scheiterten jedoch im Halbfinale am späteren Meister Gmunden. In der aktuellen Spielzeit holte sich Lustenau erneut den Grunddurchgangssieg, kassierte aus 20 Spielen nur zwei Niederlagen und hielt sich auch in den Playoffs bislang schadlos. Im Viertelfinale wurde der ATSE Graz mit einem 7:2 Heimsieg und einem 4:1 Erfolg in Graz bezwungen und im Halbfinale war der HC Kufstein dank eines 4:1 Heimsieges und eines 8:0 Auswärtserfolges kein Stolperstein.
Statistisch gesehen spricht viel für die Lustenauer, die mit Chris D’Alvise und Martin Grabher-Meier die Topscorer und mit Felix Beck den statistisch auch besten Goalie der Liga in ihren Reihen haben. Dass mit Lustenau nun der wohl bislang stärkste Gegner auf die Kängurus wartet, weiß auch Neal Unterluggauer: „Ich glaube, Lustenau wird dann noch einmal ein anderes Kaliber werden. Die werden sicher mit super viel Qualität kommen und uns wahrscheinlich auf eine Art fordern, wie wir noch nie wirklich gefordert worden sind. Es liegt jetzt an uns, dass wir gut trainieren, in Lustenau gut vorlegen und dann hoffentlich mit einem Sieg bzw. mit einer positiven Erfahrung zurückkommen.“
Doch die Kängurus wissen um ihre Stärken. Ein Schlüssel könnte das Powerplay werden, denn die KSV-Cracks sind das mit Abstand beste Team in Überzahl und wollen das Momentum auf ihre Seite bekommen: „Wir hoffen, dass wir in Lustenau natürlich gleich einmal vorlegen können, das wäre natürlich wichtig und schön für unser Heimspiel, wo wir uns dann eine richtig volle Halle wünschen würden. Wichtig ist jetzt einmal das erste Spiel und da werden wir schauen, dass wir topbereit starten werden“, so Coach Kris Reinthaler.
ÖEL – Finale (Best of Three)
Spiel 1:
EHC Lustenau – KSV Kängurus
Samstag, 7.März, 17:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Spiel 2:
KSV Kängurus – EHC Lustenau
Samstag, 14.März, 18:30 Uhr, Eishalle Kapfenberg
Spiel 3 (falls nötig):
EHC Lustenau – KSV Kängurus
Samstag, 21.März, Rheinhalle Lustenau
Pic: Randeu