Es war ein hartes Stück Arbeit, aber dank einer konzentrierten und disziplinierten Leistung schafften die KSV Kängurus mit einem 5:2 Erfolg über den EHC Kundl den Einzug ins ÖEL-Halbfinale und treffen dort auf einen alten Bekannten.
Jeweils einen Auswärtssieg gab es in den ersten beiden Viertelfinalduellen zwischen den Kängurus und dem EHC Kundl, von Beginn war allen im KSV-Lager klar: Dies muss sich ändern – und das tat es auch.
Die Kängurus agierten von Beginn an druckvoll und die Partie verlief wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Gästetor. Doch die KSV-Cracks vergaben einige Topgelegenheiten, bzw. scheiterten am starken Schlussmann der Tiroler. Etwa zur Hälfte des ersten Spielabschnittes kamen die Kundler dann besser ins Spiel, überstanden die erste Angriffswelle der Kängurus und wurden gleich mit dem Führungstreffer belohnt, als die Scheibe nach ordentlich Verkehr vor dem Tor plötzlich über die Linie kullerte. Doch die Kängurus antworteten postwendend. Eine doppelte Überzahl nutzte Pierre Graf nach wenigen Sekunden zum Ausgleich. Die Reinthaler-Truppe erhöhte gleich wieder den Druck, doch die Führung wollte nicht mehr fallen.
Die KSV’ler überstanden zur Drittelpause eine Unterzahl und kamen gleich danach erneut in eine Überzahlsituation. Und wieder war es Pierre Graf, der seine Abschlussstärke unter Beweis stellte und in der 24.Spielminute die Kängurus erstmals in Front brachte. Zur Spielmitte musste der zweifache Torjäger dann nach einer vergebenen Chance aufs 3:1 selbst in die Kühlbox und beinahe erzielte Michael Malle in Unterzahl den dritten Treffer. Doch stattdessen trafen die Gäste kurz vor Ablauf der Strafe zum 2:2 und es war wieder alles offen. Es entwickelte sich eine enge Patie mit einem Chancenplus der Kapfenberger, die kurz vor der zweiten Pause belohnt wurden, als Luca Fasching einen Pass in den Slot per Onetimer verwertete.
Im Schlussabschnitt wurde die Partie nun ruppiger, doch die Schiedsrichter griffen nicht ein und ließen Playoff-Feeling aufkommen. Die Kängurus agierten mit der Führung im Rücken etwas vorsichtiger und riskierten nach vorne nicht mehr alles. Die Geduld wurde in der 54.Minute belohnt, als ein Telsnig-Schuss von Florian Hoppl abgefälscht wurde und ins Tor kullerte. Nun war die Entscheidung gefallen, da half auch das Ziehen des Torhüters für einen sechsten Feldspieler auf Seiten der Gäste nichts mehr und Phileas Lyssy erzielte in der letzten Sekunde den Treffer zum 5:2 Endstand.
Im Lager der Kängurus war man danach natürlich erleichtert, denn Kundl war ein harter Viertelfinal-Gegner, wie auch Kris Reinthaler nah der Partie festhielt: „Wenn man die 100%igen Chancen nicht in Tore verwertet, ist es gegen diese Mannschaft sehr schwer zu spielen. Sie haben einen richtig guten Torwart, standen hinten sehr gut und blockten alles. Unterm Strich sind wir froh, dass wir letztendlich doch noch die nötigen Tore erzielt und das Spiel gewonnen haben.“ Doppeltorschütze Pierre Graf war stolz auf die Teamleistung: „Es war am Anfang ein bisschen schwierig mit den zwei Chancen, die wir gleich vergeben haben und dann im Gegenstoß praktisch aus dem Nichts heraus das 0:1 bekommen haben. Aber es hat uns nicht aus dem Konzept gebracht, wir waren besser, mussten direkter zum Tor ziehen und dann verwerteten wir die Chance auch.“
Für Lukas Draschkowitz steht nun die bessere Mannschaft in der nächsten Runde: „Ich glaube, wir waren insgesamt die bessere Mannschaft und sind verdient aufgestiegen. Wir können uns aber sicher für die nächste Runde noch steigern“, so die Kampfansage. Dort wartet mit dem SC Hohenems ein Gegner, den man bereits bestens kennt. Schon in den ersten vier bisherigen ÖEL-Saisonen duellierte man sich mit den Vorarlbergern und aus dem letzten Jahr, als man im Viertelfinale an den Emsern scheiterte, ist noch eine Rechnung offen. Diesmal soll es besser laufen und Pierre Graf ist optimistisch: „Ich bin guter Dinge, dass wir es heuer ins Finale schaffen und danach den Titel holen!“
ÖEL – Playoff-Viertelfinale (Best of Three)
Spiel 1:
KSV Kängurus vs. EHC Kundl 1:2 n. Ps. (1:0|0:0|0:1|0:0|0:1)
Tore: 1:0 Telsnig (18.), 1:1 Schild (52.), 1:2 Kluka (65./entsch. PS)
Spiel 2:
EHC Kundl vs. KSV Kängurus 0:6 (0:3|0:3|0:0)
Tore: 0:1 Moderer (10.), 0:2 Graf (11./PP), 0:3 C.Draschkowitz (14.), 0:4 C.Draschkowitz (29.), 0:5 Trost (34.), 0:6 Lyssy (39./PP)
Spiel 3:
KSV Kängurus vs. EHC Kundl 5:2 (1:1|2:1|2:0)
Tore: 0:1 Mackner (9.), 1:1 Graf (12./PP2), 2:1 Graf (24./PP), 2:2 Thaler (32./PP), 3:2 Fasching (38.), 4:2 Hoppl (54.), 5:2 Lyssy (60./EN)
ÖEL – Playoff-Halbfinale (Best of Three)
Spiel 1:
KSV Kängurus vs. SC Hohenems
Samstag, 21.Februar 19:30 Uhr, Eishalle Kapfenberg
Spiel 2:
SC Hohenems vs. KSV Kängurus
Samstag, 28.Februar 18:30 Uhr, Eisstadion Herrenried
Spiel 3 (falls nötig):
KSV Kängurus vs. SC Hohenems
Mittwoch, 4.März 18:30 Uhr, Eishalle Kapfenberg
ÖEL – Playoff-Finale (Best of Three)
Sa., 07. März 2026 | Sa., 14. März 2026 | Sa., 21. März 2026 (falls nötig)