Einen ernüchternden Playoff-Auftakt erlebten die KSV-Cracks im ersten Viertelfinalspiel gegen den EHC Kundl. Die Tiroler siegten mit 2:1 nach Penaltyschießen und haben nun Matchpuck. Doch die Kängurus bleiben optimistisch und wollen die Serie drehen.
Als Grunddurchgangssieger im Osten gingen die Kängurus mit Heimvorteil und voller Selbstvertrauen ins Duell mit dem Vierten der Gruppe West, wussten aber dass man den EHC Kundl keinesfalls unterschätzen darf.
Der Beginn war vielversprechend: Eine Unterzahl konnte schadlos überstanden werden und kurz vor Ende des ersten Spielabschnittes kamen die Kängurus zum ersten Powerplay. Lukas Telsnig nahm sich ein Herz, zog aus der Distanz ab und der Puck zappelte zur umjubelten Führung im Netz. Das Spiel blieb in weiterer Folge spannend und offensiv geführt, doch die Defensivreihen hielten dem Druck auf beiden Seiten stand. Zur Spielmitte kamen die Kängurus zu einem Powerplay, diesmal jedoch konnte man es nicht in einem Torerfolg krönen. Die Reinthaler-Truppe nahm die knappe Führung mit in den Schlussabschnitt und musste früh im Schlussdrittel zwei Unterzahlspiele überstehen. Dies gelang bravourös, doch ein Konter der Gäste führte wenig später zum 1:1 Ausgleich. Nun stand das Spiel auf Messers Schneide und es boten sich einige tolle Gelegenheiten den Sack zuzumachen, aber beide Torhüter zeigten starke Paraden und retten ihre Teams in die Overtime. Auch diese verlief torlos, daher musste das Shootout eine Entscheidung bringen. Da war der slowakische Kundl-Legionär Michal Kluka der einzige Spieler, der traf und somit den Tirolern den Sieg bescherte.
Stürmer Stefan Trost brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir haben heute nur ein Tor geschossen, das ist deutlich zu wenig für eine Heimpartie. Chancen hätten wir genug gehabt, da müssen wir einfach mehr als ein Tor schießen. Defensiv haben wir echt gut gespielt, finde ich und Zirni hat eine super Partie gemacht, der hat uns echt brutal im Spiel gehalten. Aber wenn du dann nicht einen zwei, drei-Tore-Vorsprung rausholst, passiert genau das, was heute leider passiert ist.“
Auch Kapitän Lukas Draschkowitz war direkt nach dem Spiel bedient, blickt aber schon wieder positiv ins nächste Spiel: „Wir haben eigentlich vieles im Griff gehabt. Sie haben einen guten Goalie und ein paar gute Offensivspieler, aber ich glaube, dass wir es in der eigenen Hand haben. Obwohl wir jetzt mit dem Rücken zur Wand stehen, können wir es schaffen.“
Nun geht es am kommenden Samstag nach Tirol. Beim EHC Kundl muss nun ein Sieg eingefahren werden, um ein entscheidendes drittes Spiel am Dienstag dem 17.Februar in Kapfenberg zu erzwingen.
ÖEL – Playoff-Viertelfinale (Best of Three)
Spiel 1:
KSV Kängurus vs. EHC Kundl 1:2 n. Ps. (1:0|0:0|0:1|0:0|0:1)
Tore: 1:0 Telsnig (18.), 1:1 Schild (52.), 1:2 Kluka (65./entsch. PS)
Spiel 2:
EHC Kundl vs. KSV Kängurus
Samstag, 14. Februar 2026 (17:30 Uhr), Eisarena Kundl
Spiel 3 (sofern nötig):
KSV Kängurus vs. EHC Kundl
Dienstag, 17. Februar 2026 (18:30 Uhr), Eishalle Kapfenberg