Wechselhaftes Wochenende für die Kängurus: Am Freitag setzte es mit dem 0:4 gegen den WEV die höchste Saisonniederlage. Tags darauf schlugen die KSV-Cracks zurück und holten in Marburg einen wichtigen 4:3 Sieg.
Die Tabellenführung zu festigen war das erklärte Ziel der Kängurus vor dem vierten von fünf Doppelwochenenden im Jänner. Als erstes stand das Duell mit dem WEV an, das zweite Heimspiel gegen die Hauptstädter binnen sechs Tagen. Den Kängurus merkte man von Beginn an die Strapazen der letzten Wochen an, dazu kamen einige erkrankte Spieler und mehrere, die angeschlagen aufliefen. Zwei Drittel lang entschärften die Wiener alles, was auf ihren Kasten zukam und waren selbst zur Stelle, als Lukas Pohl kurz vor der zweiten Pause die WEV-Führung herstellte. Nach 40 Minuten stand es also 0:1 aus Sicht der Kängurus und das trotz eines Schussverhältnisses von 26:16! Der schnelle Ausgleich gelang im Schlussabschnitt nicht, stattdessen erhöhte Theodor Fichtinger in der 42. Minute auf 0:2. Sehr frustrierend für die KSV-Mannschaft, die kein Mittel mehr fand, um ins Spiel zurückzufinden. Ein Doppelschlag binnen 36 Sekunden brachte dann die endgültige Entscheidung und fixierte den 4:0 Sieg der Wiener.
Es war die erste Niederlage nach regulärer Spielzeit nach 15 Partien für die Mannschaft von Kris Reinthaler, der danach klare Worte fand: „Wir hatten gegen den WEV leider einen rabenschwarzen Tag. Wir waren über das ganze Spiel hinweg sehr energielos und konnten sehr wenige Chancen kreieren. Und der WEV hat wirklich eine solide Defensivleistung gezeigt, immens viele Schüsse geblockt, was uns natürlich sehr frustriert hat. Uns hat vielleicht auch die Energie oder die Kraft gefehlt, um das Spiel an uns reißen zu können. Wir haben normal immer offensiv gute Möglichkeiten, aber in dem Spiel haben wir wirklich sehr schwach agiert, sind dann einfach zu ungeduldig geworden und haben dann auch Chancen zugelassen, die wir zuvor eigentlich nicht zugelassen haben. Der WEV hat das eiskalt ausgenutzt, hat innerhalb von wenigen Minuten ein paar Tore gemacht und somit war das Spiel dann für uns gelaufen.“
Drei Punkte aus Marburg mitgenommen
Tags darauf war die Aufgabe um nichts einfacher. Es ging nach Marburg und aus der Vergangenheit weiß man, dass in Slowenien die Trauben hoch hängen. Die Füchse waren es auch, die den ersten Treffer erzielten und in der achten Spielminute in Front gingen. Wieder taten sich die Kängurus schwer, nahmen aber im zweiten Drittel das Zepter in die Hand und drückten auf den Ausgleich. Dieser gelang Lukas Draschkowitz in Minute 31 in Überzahl, doch nur drei Minuten später folgte die kalte Dusche in Form des neuerlichen Rückstandes. Wenige Minuten später dann aber die nächste Powerplaymöglichkeit der KSV-Mannschaft und wieder gelang ein Treffer zum erneuten Ausgleich durch Florian Hoppl. Diesmal setzen die KSV-Cracks einen drauf und Kevin Moderer netzte kurz vor der zweiten Pause zum 3:2 ein. Eine Führung, die man nicht mehr abgab, denn Lukas Draschkowitz erzielte in der 55.Minute das 4:2 und das sollte auch den Sieg bringen, da der Anschlusstreffer durch Fingust nur noch das letzte Aufbäumen der Slowenen war.
Letztendlich ein hart erkämpfter, aber immens wichtiger Sieg, wie Coach Reinthaler danach festhielt: „Das Spiel ist im ersten Drittel leider ähnlich verlaufen, wie das WEV-Spiel. Wir sind wieder in Rückstand geraten, was uns leider sehr oft passiert ist in dieser Saison und waren auch wieder sehr energielos. Zum Glück hat sich das dann im Laufe des Spiels gebessert, insofern dass wir mehr Zweikämpfe gewonnen haben und dadurch auch Chancen kreiert haben, auch Powerplays erzwingen konnten. Das Überzahlspiel hat gut funktioniert und wir haben dann doch die entscheidenden Tore gemacht und sind jetzt froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten.“
Mit den drei Zählern konnte man auch die Tabellenführung verteidigen und das Ziel bleibt, diese bis zum Ende des Grunddurchgangs nicht mehr abzugeben. Dafür heißt es nun gut regenerieren und in den letzten beiden Grunddurchgangsspielen nächstes Wochenende nochmal alles reinzulegen. „Es ist jetzt das Allerwichtigste, dass wir gut regenerieren, damit wir kommende Woche hoffentlich auch wieder mal vollzählig trainieren können. Das war leider in den letzten Wochen öfter nicht der Fall“, so der Coach mit Blick auf die Heimspiele am Freitag (WEV) und Samstag (Gmunden).
Zusammenarbeit mit Dominique Heinrich beendet
Im September des Vorjahres kündigten die KSV Kängurus an, dass der 129-fache österreichische Nationalteamspieler Dominique Heinrich als neuer General Manager installiert werden konnte. Die negativen Entwicklungen in der österreichischen Wirtschaft und auch die finanziellen Schäden, die der Ausfall aller Heimspiele im November und Dezember mit sich brachte, führten nun dazu, dass die Zusammenarbeit beendet werden musste. Die KSV Kängurus wünschen Dominique Heinrich alles Gute für seinen weiteren beruflichen Weg und bedanken sich für die gemeinsame Zeit.
ÖEL
KSV Kängurus – WEV 0:4 (0:0|0:1|0:3)
Tore: 0:1 Pohl (39.), 0:2 T.Fichtinger (42.), 0:3 Kaider (48.), 0:4 Emslander (48.)
HDK Maribor – KSV Kängurus 3:4 (1:0|1:3|1:1)
Tore: 1:0 Robek (8.), 1:1 L.Draschkowitz (31./PP), 2:1 Freser (34.), 2:2 Hoppl (38./PP), 2:3 Moderer (40.), 2:4 L.Draschkowitz (55.), 3:4 Fingust (57.)
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