Das dritte von fünf Doppelwochenenden im Jänner ist absolviert und die Kängurus sammelten nicht nur vier Punkte, sondern festigten auch die Tabellenführung.
Den Auftakt machte das dritte Duell binnen zwölf Tagen mit den Gmunden Sharks und das hatte es in sich. In einer offensiv geführten Partie lief zunächst alles für die Haie, die in der achten Minute durch Moritz Neurauter, der seinen eigenen Rebound verwertete, in Front gingen. Diese Führung bauten die Gäste zehn Minuten später, erneut durch Neurauter, auf 2:0 aus und nahmen sie in die erste Pause mit. Die Kängurus antworteten im zweiten Drittel mit dem Anschlusstreffer durch Manuel Trost, doch es war nur ein kurzes Aufflackern, denn die Oberösterreicher kamen immer wieder zu Chancen und nutzten diese auch. Bastian Szieber stellte nur eine Minute nach dem Anschluss den alten Zwei Tore-Vorsprung wieder her und vier Minuten später erhöhte Fabian Richter aus kurzer Distanz auf 4:1. Dem nicht genug schlossen die Sharks einen weiteren Konter positiv ab und Neurauter jubelte mit dem 5:1 über seinen Hattrick. Die Kängurus waren nun bedient, aber nicht geschlagen. Zwei Minuten nach dem letzten Gegentreffer verkürzte Lukas Telsnig mit einem Blueliner auf 2:5 und eröffnete die Aufholjagd, die im Schlussabschnitt ihre Fortsetzung fand.
Zwei Überzahlspiele konnten zu Beginn des Schlussdrittels zwar nicht genutzt werden, doch danach zeigten die Kängurus ihre Abschlussstärke. Lukas Draschkowitz schloss ein weiteres Powerplay zum 3:5 in der 54.Spielminute ab und spätestens als Manuel Trost 106 Sekunden vor dem Ende, bereits mit dem Extraangreifer am Eis, der Anschlusstreffer gelang war klar, dass noch was drin liegt. Die KSV-Cracks drückten auf den Ausgleich und wurden belohnt, als Kevin Moderer n der Schlussminute zum vielumjubelten Ausgleich abdrehte. Damit ging es in die Overtime, in der die Kängurus die erste gute Gelegenheit hatten aber letztendlich Moritz Neurauter nach einem Solo, mit seinem vierten Treffer des Abends, die Partie beendete und die Erfolgsserie der Kängurus nach zwölf Siegen in Serie unterbrach.
Spielertrainer Kris Reinthaler sah die Partie mit gemischten Gefühlen: „Wir sind einfach zu schwach aus der Kabine gekommen. Ich denke, wir waren eventuell auch noch ein bisschen angeschlagen von der letzten Woche. Wir haben doch gesundheitsbedingt am Dienstag das Training ausfallen lassen müssen. Wir hatten aber dennoch Chancen zur Führung, haben diese aber leider wieder nicht genutzt. Und dann kommt es halt so, wie es kommen muss. Wenn man es vorne nicht macht, bekommt man es hinten. Wir haben eigentlich über die gesamte Partie zu inkonsequent gespielt, zu viele individuelle Fehler gemacht und haben die Gmundner zu einfach zu Topchancen kommen lassen. Aber positiv ist zu erwähnen, dass wir uns im Laufe des Spiels doch noch erfangen haben, vor allem im letzten Drittel wirklich nochmal solides Eishockey gespielt und uns dann diesen einen Punkt erkämpft und verdient haben. Und es war ein sehr wichtiger Punkt, auch für die Tabelle und ja, man kann nicht immer drei Punkte mitnehmen und auch mit schlechten Leistungen zu punkten, ist ein gutes Zeichen.“
24 Stunden später folgte dann schon das nächste Heimspiel gegen den WEV und die Wiener hatten einen Vorteil: Sie hatten tags zuvor spielfrei, was man auch merkte. Wie schon am Vortag gingen die Gäste in Front, als Ex-Känguru Rupert Fichtinger in der 13.Minute zum 0:1 abdrehte. Diesmal konnten die KSV-Mannen gleich zurückschlagen und Stefan Trost erzielte wenig später nach einem gewonnenen Bully per Direktabnahme den Ausgleich. Im Mitteldrittel blieb das Spiel intensiv, aber diesmal waren es die KSV-Cracks die anschrieben. Nach einem Schuss von Lukas Winkler stand Phileas Lyssy goldrichtig und lenkte die Scheibe unhaltbar zur 2:1 Führung ab. Und kurz vor der zweiten Pause war es erneut Stefan Trost, der auf 3:1 erhöhte. Die Kängurus wollten sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen, starteten konzentriert in den Schlussabschnitt und belohnten sich mit dem 4:1 nach nur 41 Sekunden. Michael Malle netzte per Wraparound und damit zur Vorentscheidung. Die Kängurus spielten die Partie trocken herunter und kamen durch Kevin Moderer, in doppelter Überzahl, noch zum Treffer zum 5:1 Endstand.
Trotz der Strapazen behielten die Kängurus die Oberhand und feierten einen wichtigen und verdienten Erfolg, wie Kris Reinthaler nach der Partie meinte: „Ich glaube, der WEV hat es schon darauf angelegt, weil sie eben am Vortag spielfrei waren, dass sie uns einfach Vollgas unter Druck setzen, und so war das dann auch. Sie sind wirklich mit vollem Tempo auf uns zugekommen und wir haben uns damit ein bisschen schwer getan, sind dann auch gleich mal wieder 0:1 in Rückstand geraten, was uns leider zu oft passiert in der Saison. Aber wir konnten ihnen dann auch recht schnell wieder den Wind aus den Segeln nehmen, haben dann wieder zu unserem Spiel gefunden und Gott sei Dank relativ schnell und im ersten Drittel noch den Ausgleich erzielt. Wir sind dann, umso länger das Spiel gedauert hat, immer besser reinkommen und ich glaube, der Sieg über 60 Minuten geht dann letztendlich völlig in Ordnung.“
Die Kängurus bleiben damit an der Tabellenspitze, nun punktegleich mit den Sharks Gmunden, jedoch mit zwei weniger absolvierten Spielen. Weiter geht’s am kommenden Wochenende mit den nächsten beiden Partien: Am Freitag mit einem Heimspiel gegen den WEV und am Samstag tritt man auswärts bei Marburg an.
ÖEL
KSV Kängurus – UEHV Sharks Gmunden 5:6 n.V. (0:2|2:3|3:0|0:1)
Tore: 0:1 Neurauter (8.), 0:2 Neurauter (18.), 1:2 M.Trost (26.), 1:3 Szieber (27.), 1:4 Richter (31.), 1:5 Neurauter (34.), 2:5 Telsnig (36.), 3:5 L Draschkowitz (54.), 4:5 M.Trost (59.), 5:5 Moderer (50.), 5:6 Neurauter (62.)
KSV Kängurus – WEV 5:1 (1:1|2:0|2:0)
Tore: 0:1 Fichtinger (13.), 1:1 S.Trost (16.), 2:1 Lyssy (32.), 3:1 S.Trost (38./PP), 4:1 Malle (41.), 5:1 Moderer (53./PP2)