Mit breiter Brust, dank sieben Siegen in Folge, reisten die Kängurus zum WEV und holten sich mit einem 3:2 Shutout-Erfolg den achten Sieg in Serie.

Verstärkt durch den 714-fachen ICEHL-Stürmer und jahrelangen Nationalteam-Crack Rafael Rotter, dessen Rückkehr zu seinem Stammverein kurz vor Spielbeginn verkündet wurde, empfingen die zuletzt in drei Spielen in Folge siegreichen Wiener die Kängurus.

Eine frühe Strafe gegen Florian Hoppl bescherte den Kängurus gleich eine brenzlige Unterzahlsituation, die man aber schadlos überstand. Und langsam gewöhnte man sich an die ungewohnte Umgebung und es dauerte auch nicht lange, ehe es das erste Mal im Kasten der Wiener klingelte. Daniel Oberkofler, der heute den fehlenden Kris Reinthaler als Spielertrainer ersetzte, nutzte einen Rebound zur frühen Führung. Fünf Minuten später landete die Scheibe nach einem Bully in der Angriffszone bei Max Ramsbacher und er zog direkt zum 2:0 ab. Nur wenig später folgte das erste Powerplay der Kängurus, doch anstatt noch einen draufzulegen, kassierte man in Überzahl das 1:2 durch den ehemaligen KSV-Crack Rupert Fichtinger.

Mit der knappen Führung ging es in die erste Pause und die Fans sahen im zweiten Spieldrittel am Wiener Heumarkt eine Partie, die nur wenige große Chancen bot. Zu solide agierten die Defensivreihen der beiden Teams und wenn dann doch ein Abschluss folgte, waren die Goalies zur Stelle. So blieb es bis zur 58.Spielminute bei der knappen KSV-Führung, als dann der WEV seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm und dies zum Ausgleich nutzte. Damit ging es in die Verlängerung, die torlos endete und ein Shootout musste die Entscheidung bringen. Und da war es ausgerechnet Geburtstagskind Lukas Fassmann, der den entscheidenden Penalty zum KSV-Sieg verwandelte.

Daniel Oberkofler war nach der Partie etwas enttäuscht über den liegen gelassenen Punkt: „Wir haben solide gespielt, vor allem defensiv sehr stabil und es war schade, dass wir kurz vor Schluss den Ausgleich bekommen haben, denn wir hätten uns die drei Punkte verdient. Aber wir nehmen den Extrapunkt gerne mit.“

Sehr happy zeigte sich Lukas Fassmann, der an seinem 19.Geburtstag den entscheidenden Penalty verwandelte: „Wir haben als Mannschaft nicht die beste Partie gehabt und mussten uns ans Umfeld erst gewöhnen. Es war doch etwas anderes, ohne Dach zu spielen. Aber den entscheidenden Penalty zu verwandeln, noch dazu vor den Augen meiner Familie, macht mich sehr stolz.“

Nun lassen die Kängurus das Jahr ausklingen und laden ihre Akkus, bevor es in den intensiven Jänner geht. „Wir haben ein sehr dichtes Programm von elf Spielen binnen 28 Tagen im Jänner. Aber wir haben die Mannschaft dafür, dass wir durch diese Zeit erfolgreich durchkommen und freuen uns schon darauf“, so Daniel Oberkofler.

ÖEL
WEV – KSV Kängurus
Tore: 0:1 Oberkofler (10.), 0:2 Ramsbacher (16.), 1:2 Fichtinger (19./SH), 2:2 Pohl (58./EN), 2:3 Fassmann (65./entsch. PS)

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