Ein wahres Offensivfeuerwerk brannten die Kängurus bei ihrem ersten Spiel seit drei Wochen ab und verließen Graz mit einem klaren 11:2 Auswärtssieg.
Am 22.November gingen die Kängurus mit einem 5:4 Auswärtserfolg in Marburg in die unfreiwillige Pause vor drei Wochen, die mit dem Spiel beim ATSE Graz endete. Es war das bereits sechste Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit mit den Eggenbergern, das vierte im Meisterschaftsbetrieb, und es wurde erneut ein KSV-Sieg. Und zwar ein eindrucksvoller.
Wie aus der Pistole geschossen starteten die Kängurus in Partie und zeigten, dass sie top motiviert sind, endlich wieder im Wettkampf zu stehen. Und es dauerte auch nicht lange bis es erstmals im Kasten der Eggenberger, die auf beide Stammtorhüter verzichten mussten, klingelte. Christoph Draschkowitz sorgte für die Führung nach knapp 200 Sekunden und es sollte der Startschuss zu einem Spektakel werden. Max Ramsbacher erhöhte nur 33 Sekunden später auf 2:0 und ehe sich die konsternierten Grazer umsahen, stand es bereits 3:0, als Luca Fasching nach fünfeinhalb Minuten abzog.
Der Traumstart führte zu einem schnellen Torhüterwechsel bei den Gastgebern und zu viel Sicherheit im KSV-Team. Da brachte auch das 1:3 durch Mathias Werkl den KSV-Motor nicht zum Stottern. Ganz im Gegenteil, die Routiniers Pierre Graf und Kevin Moderer legten noch vor der ernst Pause nach und stellten auf 5:1
Die Partie war eigentlich nach 20 Minuten entschieden, nach 40 Minuten definitiv. Denn da stand es bereits 10:2, weil die Kängurus heute endlich ihre Effizienz zeigten, die sie in den letzten Jahren immer wieder auszeichnete. Lukas Fassmann und Lukas Draschkowitz erhöhten binnen zwei Minuten auf 6:1, zur Spielmitte netzen Kevin Moderer und Max Ramsbacher zum jeweils zweiten Mal ein und kurz vor Drittelende trafen beide Teams nochmal. Zuerst Niki Zierer zum 2:9, Sekundenbruchteile vor der zweiten Pausensirene Phileas Lyssy zum 10:2.
Das letzte Drittel wurde zum Schaulaufen. Eine Boxeinlage zwischen Kevin Moderer und Maximilian Hohl, die beiden das Spielende bescherte, war neben dem Treffer von Christoph Draschkowitz zum 11:2 Endstand das Highlight.
Kris Reinthaler war nach der Partie naturgemäß happy: „Wir war waren richtig scharf auf ein Eishockeyspiel, das hat man gesehen und ich bin vollkommen zufrieden mit dem Ergebnis. Uns ist heute fast alles aufgegangen und jetzt müssen wir schauen, dass wir die nächsten Spiele auch immer so spielen.“ Der Coach weiß, dass die nächsten Wochen sehr intensiv werden, aber: „Wir können wieder ganz normal trainieren und bereiten uns auf die letzten beiden Spiele des Jahres und den dann harten Jänner vor. Aber wir sind froh, dass es endlich wieder losging, und es macht uns richtig Spaß.“
Stolz zeigte sich Präsident Franz Gärtner nach dem Kantersieg seiner Mannschaft: „Es war ein souveräner 11:2 Erfolg und ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, nachdem wir in den letzten sechs Wochen wirklich nur sehr wenige Eiszeiten und somit wenig Training hatten. Man sieht, dass man in schwierigen Zeiten zusammenwächst, und wir können mit breiter Brust in die nächsten Spiele gehen.“
Die Kängurus legten mit dieser Partie ihre Abschlussschwäche vor allem in even strength endgültig ab und festigten mit dem sechsten Sieg in Serie den zweiten Tabellenplatz, bleiben damit auf Tuchfühlung mit den Gmunden Sharks. Weiter geht es am kommenden Samstag mit dem nächsten Auswärtsspiel in Marburg.
ÖEL
ATSE Graz – KSV Kängurus 2:11 (1:5|1:5|0:1)
Tore: 0:1 C.Draschkowitz (4.), 0:2 Ramsbacher (4.), 0:3 Fasching (6.), 1:3 Werkl (7.), 1:4 Graf (12.), 1:5 Moderer (17./PP), 1:6 Fassmann (24.), 1:7 L.Draschkowitz (26.), 1:8 Moderer (31.), 1:9 Ramsbacher (34.), 2:9 Zierer (38.), 2:10 Lyssy (40.), 2:11 C.Draschkowitz (56.)