Aller guten Dinge sind Drei! Drei Partien mussten die KSV Kängurus absolvieren, um endlich den lange ersehnten ersten Saisonsieg einzufahren. Und die Leistung beim 5:2 Erfolg in Wien war tadellos.
Nach zwei Niederlagen gegen den ATSE Graz (1:2 n.V.) und in Gmunden (0:3) war im Lager der Kängurus Ursachenforschung angesagt. Coach Kris Reinthaler war schnell klar, woran es derzeit hakt, denn nach zwei Spielen standen die Kängurus noch ohne Treffer in Überzahl oder im 5vs.5 da. Das änderte sich rasch und kam auch nicht ganz unerwartet, denn wie Adrian Stühlinger nach dem Spiel bestätigte, lag der Fokus diese Woche im Überzahltraining: „Wir haben viele Schüsse aufs Tor gebracht, dadurch ist es diesmal gut ausgegangen. Auch das Powerplay, das wir diese Woche gut trainiert haben, hat gefruchtet.“
Und zwar von Beginn an: Keine sieben Minuten war die Partie alt, als die Gastgeber ihre erste Strafe ausfassten und dafür bezahlen mussten. Kris Reinthaler nahm sich selbst beim Wort, als er in Überzahl den Führungstreffer erzielte. Noch vor wenigen Tagen meinte er: „Der ein oder andere Führungsspieler wird das Zepter in die Hand nehmen müssen und das erste Tor bei Fünf gegen Fünf bzw. im Powerplay erzielen“. Das erledigte er nun selbst. Es war ein Befreiungsschlag und der Beginn einer tollen Partie der Kängurus. Nach einer überstandenen Unterzahl folgte eine zweite Powerplaygelegenheit und erneut schlugen die Reinthaler-Cracks zu, als mit Christoph Draschkowitz in Minute 17, wieder ein Routinier, auf 2:0 stellte.
Mit dieser verdienten Führung ging es in die Pause und dementsprechend danach in den Mittelabschnitt. Wieder konnte man ein Unterzahlspiel schadlos überstehen, aber die Wiener kamen nun besser in die Partie und konnten auf 1:2 verkürzen. Doch zum richtigen Zeitpunkt legte Stefan Trost nach und erzielte in der 33.Spielminute seinen ersten Saisontreffer. Eine weitere Strafe sorgte neuerlich für ein Unterzahlspiel, das man diesmal nicht nur problemlos killte, sondern auch nach vorne erfolgreich abschloss. Kevin Moderer nutzte ein Breakaway zur 4:1 Führung. Das war aber noch nicht der Stand nach 40 Minuten, denn die WEV-Cracks kamen dank Lukas Kaider nochmal auf 2:4 heran.
Der Schlussabschnitt war dann fast durchgehend ein Spiel mit einem Mann weniger. Nicht weniger als drei Unterzahlspiele mussten die Kängurus überstehen und erledigten dies erfolgreich. Die Defense stand sattelfest und so blieb den Wienern nichts anderes übrig, als kurz vor dem Ende den Goalie für einen sechsten Feldspieler zu ziehen, was Adrian Stühlinger mit dem Treffer zum 5:2 Endstand nutzte.
Die Erleichterung nach dem ersten „Dreier“ war groß, das bestätigte auch Assistant Coach Daniel Oberkofler: „Wichtig war, dass wir endlich Tore schießen und wir haben gewusst, dass wir dafür genügend Qualität haben und das haben wir heute bewiesen. Es ist ein wichtiger Sieg und ich freue mich für die Mannschaft!“
Headcoach Kris Reinthaler, der mit Treffer und Assist maßgeblich am Erfolg beteiligt war, betont die geschlossen starke Mannschaftsleistung: „Ausschlaggebend war, dass das gesamte Team super Eishockey gezeigt. Bei besserer Chancenauswertung hätten wir das Spiel zwar schon früher zumachen können, aber auch das Unterzahlspiel hat super funktioniert und wir sind sehr froh, dass wir nun endlich unseren ersten Sieg eingefahren haben.
Der nächste soll am besten gleich nächste Woche folgen. Da treten die Kängurus zuhause gegen HDK Marburg an. Spielbeginn am kommenden Samstag ist um 19:30 Uhr.
ÖEL
WEV – KSV Kängurus 2:5 (0:2|2:2|0:1)
Tore: 0:1 Reinthaler (8./PP), 0:2 Draschkowitz (17./PP), 1:2 Necesany (26.), 1:3 Trost (33.), 1:4 Moderer (38./SH), 2:4 Kaider (39.), 2:5 A.Stühlinger (59./EN)