Alles andere als einen Auftakt nach Maß legten die KSV Kängurus am ersten ÖEL-Spieltag gegen den ATSE Graz hin. In der Overtime zog man mit 1:2 den Kürzeren.
Lange muss man zurückblicken, um die letzte Niederlage gegen den ATSE Graz zu finden. Es war immer Jänner 2022, also vor mehr als dreieinhalb Jahren. Mit zusätzlich zwei Testspielsiegen im Rücken ging man entsprechend zuversichtlich in die Partie, den ersten „Dreier“ gleich zum Auftakt zu fixieren. Doch es kam anders.
Die Partie begann verheißungsvoll für die KSV-Mannen. Zwar kassierte Kevin Moderer schon nach vier Minuten die erste Strafe, doch diese nutzten die Kängurus zur frühen Führung. Der erst 19-jährige Neuzugang Phileas Lyssy versenkte in Unterzahl einen Konter zur 1:0 Führung. Zwei Powerplays konnten in weiterer Folge nicht genutzt werden um die Führung auszubauen, womit es mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause ging.
Im Mittelabschnitt intensivierte sich die Partie dann. Chancen gab es auf beiden Seiten, doch sowohl KSV-Schlussmann Felix Nussbacher, der bereits letzte Saison ein kurzes Gastspiel in Kapfenberg gab und nun fix verpflichtet wurde, als auch Gernot Fally im Kasten der Grazer, hielten ihre Kästen sauber. Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels bekamen die Fans statt Tore zumindest einen Fight zu sehen, womit die Partie für Neal Unterluggauer, als auch Florian Angerbauer jedoch frühzeitig endete.
Wegen zu vieler Spieler am Eis erhielten die Eggenberger früh im Schlussabschnitt eine Strafe, doch erneut kam beim Powerplay der Kängurus nichts Zählbares heraus. So kam es wie es zumeist kommt: Die Grazer nutzten eine Gelegenheit durch Luca Rodiga und glichen in der 48.Spielminute aus. Die Kängurus überstanden in weiterer Folge noch zwei Unterzahlspiele und auch Felix Nussbacher zauberte, um die Kängurus in die Overtime zu bringen. Doch in dieser sicherten sich die Gäste den Extrapunkt, als Maximilian Schwarz nach 105 Sekunden den Gamewinner erzielte.
So gab es zum Auftakt statt der erhofften drei nur einen Punkt. Neo-General Manager Dominique Heinrich war klarerweise enttäuscht, sah aber nicht alles negativ: „Ja, wir haben uns natürlich den Sieg erhofft. Man konnte sehen, dass beide Teams sich wirklich auf das erste Spiel gefreut haben und es war auch eine richtig gute Härte dabei. Dass wir dann in der Overtime die zwei Punkte hergegeben haben, ist natürlich nicht erfreulich. Wir haben uns natürlich mehr erwartet, aber es war das erste Spiel und auf das können wir gut aufbauen.“
Deutlich klarere Worte fand KSV-Präsident Franz Gärtner nach dem Spiel: „Jeder, der heute in der Halle war, hat gesehen, warum wir das Spiel verloren haben. Wir waren einfach nicht bereit oder nicht willig, dass wir heute gewinnen. Einige Herren, speziell unsere Routiniers, müssen sich ein bisschen an der Nase nehmen. Sie sollten sich das Video ansehen, wie sie heute agiert haben. Da muss künftig definitiv mehr kommen.“
Weiter geht’s für die Kängurus am kommenden Samstag mit dem ersten Auswärtsspiel der Saison. Dieses hat es gleich in sich, müssen die KSV-Cracks doch nach Gmunden zum amtierenden Meister. Das Ziel ist aber ganz klar den ersten Saisonsieg einzufahren.
ÖEL
KSV Kängurus – ATSE Graz 1:2 n.V. (1:0|0:0|0:1|0:1)
Tore: 1:0 Lyssy (5./SH), 1:1 Rodiga (48.), 1:2 Schwarz (62.)