Wie schon in der letzten Saison erwies sich die VEU Feldkirch als kein Stolperstein für den Einzug ins ÖEL-Halbfinale. Nach einem 6:1 Erfolg im Hinspiel legten die Kängurus zuhause nach und siegten deutlich mit 11:2. Nun wartet in der Vorschlussrunde der ATSE Graz.

Gleich von Beginn an zeigten die Kängurus vor über 1.200 Fans wer Zuhause das Sagen hat und legten nach acht Minuten durch einen Doppelschlag von Christoph Draschkowitz und Florian Hoppl vor. Eineinhalb Minuten später stand es schon 3:0, als Pierre Graf in Überzahl erhöhte. Doch dann kamen die Vorarlberger ins Spiel und zu Treffern. Dominik Hron gelang ein Shorthander und Leon-Alexander Peischler keine zwei Minuten später das 2:3. Die Antwort folgte prompt durch Manuel Trost, der vier Minuten vor der ersten Pause auf 4:2 stellte.

Im Mittelabschnitt zündeten die Kängurus dann aber den Turbo und spielten sich vor allem zur Mitte des Abschnittes in einen Torrausch. Doch von Anfang an: Lukas Winkler erzielte per Breakaway in Minute 28 das 5:2, dann musste Oliver Zirngast zweimal im 1on1 gegen einen Feldkircher retten, ehe es Schlag auf Schlag ging. Julian Stühlinger machte per Wrist Shot das 6:2, sein Bruder Adrian legte 61 Sekunden später das 7:2 nach, Kevin Moderer nur 37 Sekunden darauf das 8:2 und Lukas Draschkowitz weitere 58 Sekunden später das 9:2. Vier Tore in 196 Sekunden – die Partie war endgültig entschieden und die Frage nach dem Aufstieg ins Halbfinale geklärt! Im Schlussabschnitt spielten die Kängurus die Partie trocken nach Hause und kamen zu zwei weiteren Treffern durch Lukas Winkler und Daniel Oberkofler, die den 11:2 Endstand bedeuteten.

Damit zogen die Kängurus mit einem Gesamtscore von 17:3 ins Halbfinale ein. Dementsprechend glücklich waren die Protagonisten nach der Partie, wie zum Beispiel Oliver Zirngast: „Wir sind irrsinnig stolz. Was will man mehr als mit zwei solch klaren Siegen ins Halbfinale einzuziehen?“ Auch Coach Kris Reinthaler zeigte sich sehr zufrieden: „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet und haben gleich ein paar Tore gemacht. Dann haben wir kurz einen Hänger gehabt und sie wieder ins Spiel gelassen, aber über 60 Minuten gesehen können wir sehr zufrieden sein mit unserem Auftritt.“ Auch Torschütze Lukas Draschkowitz war natürlich happy: „Im letzten Drittel ist die Intensität etwas draußen gewesen. Ich glaube wir haben das Beste draus gemacht und uns am Schluss etwas schonen können für die nächsten Aufgaben und da wollen wir dann wieder richtig Gas geben.“

Nun kommt es zum Duell mit dem ATSE Graz, der sich in seinem Viertelfinale gegen den HC Kufstein doch etwas überraschend deutlich mit 5:2 und 4:1 durchsetzte. Der Kapitän weiß, was auf sein Team zukommt: „Den ATSE kennen wir natürlich gut, wir wissen was uns erwartet. Und auch wenn wir alle Spiele gewonnen haben: In den Playoffs kannst du nie sagen, wie es läuft und wir müssen alles geben und eine gute Partie machen. Dann bin ich aber sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen!“

Präsident Franz Gärtner war nicht nur wegen der Darbietung seiner Mannschaft, sondern auch dem großen Zuseherzuspruch happy: „Mit so vielen Toren so souverän ins Halbfinale einzuziehen – da kann man sicher sehr stolz sein. Es war vielleicht die ein oder andere Phase dabei, die man sich in einem Halbfinale oder dann vielleicht in einem Finale nicht erlauben darf, aber im Großen und Ganzen vor dieser tollen Kulisse vor über 1.200 Fans war das heute toll für die Zuseher und den gesamten Verein.“

Für das erste Halbfinalspiel, das am kommenden Samstag in Graz steigen wird, hat der Präsident noch ein Zuckerl für die Fans parat: „Es ist toll, im Halbfinale ein steirisches Derby zu haben. Wir werden für die Auswärtsbegegnung am kommenden Samstag einen kostenlosen Fanbus zur Verfügung stellen. Lediglich 10€ sind für die Eintrittskarte zu entrichten.“ Anmeldungen sind ab sofort per Email an office@ksv-eishockey.at oder per Direktnachricht über die KSV-Facebookseite möglich. „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir insgesamt 200-300 Fans in Graz zusammen bekommen würden und eine tolle Stimmung in Graz schaffen“, so Präsident Gärtner.

ÖEL-Viertelfinale/Rückspiel
KSV Kängurus – VEU Feldkirch 11:2 (4:2|5:0|2:0)
Tore: 1:0 C.Draschkowitz (9.), 2:0 Hoppl (9.), 3:0 Graf (11./PP), 3:1 Hron (14./SH), 3:2 Peischler (16.), 4:2 Trost (16.), 5:2 Winkler (28.), 6:2 J.Stühlinger (35.), 7:2 A.Stühlinger (36.), 8:2 Moderer (36.), 9:2 L.Draschkowitz (38.), 10:2 Winkler (54.), 11:2 Oberkofler (58.)

Hinspiel:
VEU Feldkirch – KSV Eishockey 1:6

ÖEL-Playoff Halbfinale/Hinspiel
ATSE Graz – KSV Eishockey
Samstag, 24.Februar 2024 – 19:15, Merkur Eisstadion Graz

Rückspiel:
KSV Eishockey vs. ATSE Graz
Samstag 2.März 2024 – 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg

Pic: Helmut Huppmann

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