Jetzt wird’s ernst: Die Kängurus konnten im letzten Abdruck den Grunddurchgang für sich entscheiden und starten nun gegen den EHC Kundl in die Playoffs. Am kommenden Samstag geht es mit einem Heimspiel in der „Best of Three“-Serie los.

Mit einer 3:4 Niederlage gegen den WEV starteten die Kängurus alles andere als optimal in das fünfte und letzte Jänner-Doppelwochenende. Doch tags darauf zählte es erst richtig, als man stark dezimiert gegen die Sharks aus Gmunden um den Grunddurchgangssieg im Osten eine unglaubliche Partie ablieferte und souverän mit 7:1 siegte.

Der Lohn dafür war einerseits der Heimvorteil bis in ein potenzielles Finale, andererseits, die Wahl des Viertelfinalgegners. Die Kängurus wählten den EHC Kundl, der den Grunddurchgang im Westen mit acht Siegen und zwölf Niederlagen und insgesamt 25 Punkten auf Rang 4 abschloss.

Für die Kängurus wird es das erste Duell mit Kundl, daher gilt es für Coach Kris Reinthaler auch, entsprechende Hausaufgaben zu machen: „Wir haben in den letzten Jahren eigentlich hauptsächlich gegen Hohenems unsere Playoff-Spiele ausgetragen. Wir müssen uns jetzt über die Mannschaft von Kundl Gedanken machen, haben uns aber natürlich schon bei mehreren Leuten kurz informiert und nicht nur blind gepickt.“

Ein Vorteil ist die Anreise, wie Reinthaler betont: „Ich glaube, Kundl ist von den Reisestrapazen eines der besten Teams, das wir hätten erwischen können. Wir müssen nicht quer durch Österreich fahren, das ist positiv.“

Die Tiroler begann im Sommer ein „neues Kapitel in seiner Vereinsgeschichte“, wie er es selbst beschreibt, trennten sich vom Beinamen „Crocodiles“ und tragen nun den Kopf eines Almerers im Vereinslogo, der für Bodenständigkeit, Charakter und die tiefe Verwurzelung im alpinen Raum steht.

Sportlich haben die Kundler es in den ersten vier ÖEL-Saisonen dreimal in die Playoffs geschafft, kamen jedoch nie über das Halbfinale hinaus. Letztes Jahr war im Viertelfinale gegen den WEV Endstation. Heuer beendete man den Grunddurchgang zum dritten Mal in fünf ÖEL-Jahren auf Rang 4 und hofft natürlich auf den erstmaligen Finaleinzug. Auffallend ist bei den Tirolern das Powerplay: Einerseits erzielte kein ÖEL-Team mehr Überzahltore als der EHC Kundl (18), andererseits kassierte kein Team in der gesamten Liga mehr Gegentore in Überzahl (6). Besonderes Augenmerk gilt bestimmt den beiden letztjährigen ICEHL-Profis Valentin Ploner und Daniel Jakubitzka, die beide vom HC Innsbruck kamen. Ploner ist Topscorer der Haie und Jakubitzka ehemaliger Nationalteam-Defender. Außerdem hat man mit dem Slowaken Michal Kluka einen Torjäger, der durchschnittlich in jedem Spiel trifft und mit Jakub Kostelny einen absoluten Toptorhüter im Team.

Gespielt wird die Serie erstmals im „Best of Three“-Modus. Das heißt, dass die Kängurus mit einem Heimspiel starten und bei einem eventuellen dritten Duell ebenfalls Heimvorteil hätten.

Die KSV-Cracks wollen am Samstag den Grundstein für den Aufstieg ins Halbfinale setzen und Spielertrainer Reinthaler ist dafür optimistisch: „Wenn wir an das letzte Spiel gegen Gmunden in irgendeiner Form anknüpfen können, dann bin ich sehr guter Dinge, dass wir einen sehr guten Run in den Playoffs hinlegen werden!“

Ein wesentlicher Faktor wird aber auch die Unterstützung von den Rängen sein. Die Kängurus bauen auf den „Playoff-Faktor“ und hoffen auf die gewohnt lautstarke Unterstützung, wenn es nun um alles geht.

ÖEL – Playoff-Viertelfinale (Best of Three)

Spiel 1:
KSV Kängurus vs. EHC Kundl
Samstag, 7. Februar 2026 (19:30 Uhr), Eishalle Kapfenberg

Spiel 2:
EHC Kundl vs. KSV Kängurus
Samstag, 14. Februar 2026 (17:30 Uhr), Eisarena Kundl

Spiel 3 (sofern nötig):
KSV Kängurus vs. EHC Kundl
Dienstag, 17. Februar 2026 (18:30 Uhr), Eishalle Kapfenberg

Pic: @ameba_studio

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